Lexikon
Weißrussland
Wirtschaft und Verkehr
Die Wirtschaft zeigt noch immer staatlich gelenkte, planwirtschaftliche Strukturen. Die unzureichende Liberalisierung, mangelnde Rechtssicherheit und bürokratische Hindernisse hemmen die ausländische Investitionsbereitschaft.
Die Landwirtschaft wurde durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (Ukraine) 1986 schwer geschädigt. Es überwiegt die Viehwirtschaft, die sich auf Milchviehhaltung und Schweinezucht spezialisiert hat. Die wenigen Bodenschätze (Torf, Phosphorit, Steinsalz und Erdöl) haben nur regionale Bedeutung. Die Industrie befindet sich noch überwiegend in staatlicher Hand und ist aufgrund veralteter Technologien auf dem Weltmarkt kaum konkurrenzfähig. Mit Abstand wichtigster Handelspartner ist Russland, mit dem Weißrussland fast 60% seines Außenhandels abwickelt.
Weißrussland ist ein wichtiges Transitland für den Eisenbahn- und Straßenverkehr zwischen Mitteleuropa und Russland. Erdöl- und Erdgasleitungen von Russland nach Lettland, Polen und Westeuropa durchqueren ebenfalls das Gebiet.
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