Lexikon
Zentralịsmus
das in der Verwaltung, aber auch in der Politik und Wirtschaft vorhandene Bestreben, die Entscheidungsbefugnisse in einer Hand zu konzentrieren; Gegensatz: Dezentralismus, insbesondere auf der Grundlage, dass bestimmte Arten von Entscheidungen besser aus der unmittelbaren Verwaltungsnähe (auch „Bürgernähe“ genannt) getroffen werden. In der preußischen Verwaltung wurde in dem System der Mittelinstanzen (Provinz, Regierungsbezirk, Landrat sowie Provinzial- und Kreisselbstverwaltung) ein Ausgleich gesucht.
Im Staatsrecht bedeutet Zentralismus Unitarismus, jedenfalls Ablehnung des Föderalismus, vielfach auch das Streben nach Beseitigung der kommunalen oder sonstigen Selbstverwaltung zugunsten der rein staatlichen Verwaltung.
Wissenschaft
Paradoxe Genome
Paradoxon. Ursprünglich entstammt der Begriff dem spätlateinischen Adjektiv „paradoxus“, das damals „unerwartet, überraschend“ meinte. Dass der Begriff des Paradoxons auch in den Naturwissenschaften gern verwendet wird, dürfte kaum verwundern. Schließlich widersprechen dort immer wieder mal neue Resultate ziemlich unerwartet den...
Wissenschaft
Schmale Verbindung genügt zur Kommunikation der Hirnhälften
Millionen von Nervenfasern verbinden unsere beiden Hirnhälften miteinander. Dabei sind unterschiedliche Teile dieser Brücke für unterschiedliche Funktionen und Hirnregionen zuständig. Wird diese Verbindung, der Corpus Callosum, durchtrennt, führt das zum sogenannten Split-Brain-Syndrom, das mit Wahrnehmungs- und...