Lexikon

Föderalịsmus

[
lateinisch foedus, „Bund“
]
eine Zusammenfassung mehrerer Staaten unter einer gemeinsamen Regierung, wobei den einzelnen Mitgliedern weitgehend die Selbstverwaltung gelassen wird. Man unterscheidet dabei Staatenbund und Bundesstaat. Das gemeinsame Kennzeichen aller föderativen Ideen ist der Grundsatz, die Eigenständigkeit eines jeden Mitglieds zu bewahren und es zugleich zu Leistungen nach eigenem Vermögen für das Gemeinwohl zu verpflichten (Subsidiaritätsprinzip). In den USA wird im federalism der Vorrang der Interessen des Gesamtstaats betont, ähnlich in der Schweiz. In Deutschland zielt im Föderalismus die politische Gesinnung auf Stärkung der Einzelstaaten. Jedoch braucht jeder Föderalismus ein gewisses Maß von Unitarismus im Gegensatz zum Zentralismus, bei dem alle soziale und politische Willensbildung konzentriert ist. Theoretisch wurde der Föderalismus in Frankreich von Montesquieu und Proudhon begründet.
Humanoide Echse in Anzug mit Aktentasche, steht aufrecht vor blauem Hintergrund, Text:
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