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Neue Grippe: Der Höhepunkt ist überschritten

Bilder von überfüllten Krankenhäusern und Flugpassagieren mit Mundschutz, Hygienetipps und Anleitungen zum verantwortungsvollen Niesen, und immer wieder erschreckende Zahlen von Infektionen und Todesfällen: Monatelang hielt ein mutiertes Virus mit der nüchternen Bezeichnung H1N1 die ganze Welt in Atem. Die Neue Grippe, erst „Mexiko-Grippe“, später „Schweinegrippe“ genannt, beschwor ab April 2009 die Schreckensvision einer neuen Plage herauf. Nur ein knappes Jahr später ist das Thema fast gänzlich aus den Medien verschwunden. Doch noch ist die Gefahr nicht völlig gebannt.

von Susanne Brotzaki

Wussten Sie schon, dass in Deutschland bisher 225.975 Menschen ...


Schweinegrippe
wissenmedia GmbH, Gütersloh
... an der Neuen Grippe erkrankt sind? Inzwischen zeichnet sich ein positiver Trend bei der Entwicklung der Pandemie ab. Den Wochenberichten des Robert-Koch-Instituts in Berlin ist zu entnehmen, dass immer weniger Infektionen gemeldet werden. Waren es im Januar noch 1878 Fälle der H1N1-Influenza, sank die Anzahl der gemeldeten Erkrankungen im Februar auf 278. Bis zum 16. März erkrankten nachweislich weitere 72 Menschen in Deutschland an der Neuen Grippe.

Das European Centre for Disease Control and Prevention (ECDC) in Stockholm geht davon aus, dass die pandemische Erkrankungswelle in den meisten europäischen Ländern ihren Höhepunkt überschritten hat. Dieses Ergebnis lieferte eine Erhebung, in die Daten aus 27 europäischen Ländern flossen. Nur Griechenland und Österreich melden noch regional verbreitete Infektionen, Malta und Schottland verzeichnen einzelne lokale Aktivitäten des Virus. Am aktivsten ist das Virus nach wie vor in Südostasien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht zudem davon aus, dass die Neue Grippe in Zentralamerika und der Karibik weiter zunehmen könnte. Bis dato haben weltweit 213 Länder der WHO Fälle der Neuen Grippe gemeldet. Verlässliche Zahlen liegen für viele Länder jedoch nicht vor.

 

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