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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE
Alt:
In Zusammensetzungen mit Amtsbezeichnungen bedeutet die Vorsilbe
Alt
„nicht mehr im Amt, aber noch lebend“. Es ist die deutsche Form der aus dem Lateinischen stammenden Vorsilbe
Ex:
Altbundeskanzler, Altbundespräsident, Altoberbürgermeister, Altobermeister
(einer Handwerksinnung),
Altpräses
. Im Gegensatz dazu bedeutet
Altmeister
(ursprünglich die Bezeichnung für einen Innungsvorsteher) das Vorbild in einem Beruf oder in einer Sportart.
In der Philatelie wird
Altdeutschland
als Sammelbegriff für die Markenländer der Deutschen Postgeschichte vor der Gründung des Deutschen Reichs 1871 verwendet.
Der Zusatz
Alt
bei Ortsnamen verweist auf historische Siedlungen (zum Beispiel
AltLübeck
) oder wird zur Unterscheidung von Neugründungen gleichen Namens verwendet.
Ironisch gemeint ist die Kennzeichnung einer Person als
Altachtundsechziger
. Damit ist die (unveränderte) Bewahrung der Ideale der damaligen Studentenrevolte gemeint.
Der vom amerikanischen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld 2003 geprägte Begriff
Alteuropa
zielt schließlich auf die Staaten des Kontinents, die sich nicht am zweiten IrakKrieg beteiligt haben. Aus der aus amerikanischer Sicht negativ gemeinten Charakterisierung hat sich in Europa eine positive Selbstdefinition herausgebildet.
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