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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Druide

Dru|i|de
m.
11
keltischer Priester
[kelt.]
Druide:
Die keltische Bezeichnung für Priester kommt von dem keltischen Wort
druwidies
, was so viel bedeutet wie „die, die besonders gut sehen und besonders viel wissen“. Die
Druiden
bildeten eine hierarchisch geordnete Priesterkaste und vollzogen als Kenner der Überlieferung Kulthandlungen. Aus der Tatsache, dass diese kultischen Handlungen meist in Wäldern vollzogen wurden und dabei Eichen eine besondere Rolle spielten, erklärt sich die falsche Ableitung des Worts
Druide
im Sinn von „Eichenkundiger“ aus dem griechischen
drus
„Eiche“. Der heute wohl populärste Druide ist die Figur des Miraculix in den AsterixComicHeften.
Der 1781 in London gegründete
Druidenorden
ist durch die Ideale der Aufklärung und des Humanismus geprägt. Weitere so genannte Logen dieses Ordens folgten 1825 in den Vereinigten Staaten von Amerika und 1861 in Australien. 1872 wurde in Berlin die erste Ordensloge in Deutschland gegründet. Im „Dritten Reich“ wie alle derartigen Vereinigungen verboten, wurde der Druidenorden 1948 in der Bundesrepublik wiedergegründet.
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