wissen.de
Total votes: 0
GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

schnappen

schnp|pen
V.
1, hat geschnappt
I.
mit Akk.
1.
etwas s.
a)
in rascher Bewegung mit den Zähnen, dem Maul packen, ergreifen;
der Hund schnappte den Knochen; der Fisch schnappte den Brotbrocken; frische Luft s.
übertr.
ins Freie gehen, um frische Luft einzuatmen
b)
ugs.
verstehen, begreifen;
hast du's endlich geschnappt?
2.
jmdn. s.
a)
jmdn. verhaften, ergreifen, fangen;
einen Dieb, Schmuggler, Spion s.
b)
unpersönl., mit „es“; ugs.
es hat ihn geschnappt
er ist krank geworden, verwundet worden
II.
mit Dat. (sich) und Akk.
1.
sich etwas s.
rasch etwas ergreifen und an sich nehmen;
er schnappte sich ein Stück Kuchen und verschwand; ich habe mir gleich einen Kofferkuli geschnappt (ehe die andern kamen)
2.
sich jmdn. s.
jmdn. anreden und für sich etwas tun lassen;
sich einen Fremdenführer s.
III.
mit Präp.obj.
nach etwas oder jmdm. s.
1.
etwas oder jmdn. mit den Zähnen, dem Maul zu fassen versuchen;
der Hund schnappte nach mir, nach meiner Hand
2.
in der Wendung
nach Luft s.
rasch und heftig Luft einzuziehen versuchen;
er stürzte zu Boden und schnappte nach Luft
IV.
o. Obj.
1.
sich rasch und ruckartig (an eine Stelle, in eine Richtung) bewegen;
die Tür schnappte ins Schloss; der Deckel schnappte in die Höhe
2.
unpersönl., mit „es“
jetzt hat's geschnappt
jetzt ist es zu viel, das geht zu weit
Total votes: 0