Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Ultimatum:
Einist die mit einer Drohung versehene letzte Warnung. Das Wort kommt vom lateinischenfür „letzter, äußerster“. Wer ein Ultimatum stellt, fordert den Adressaten auf, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Forderung zu erfüllen. Andernfalls wird mit harten, zumeist kriegerischen Konsequenzen gedroht. Ein Ultimatum steht oft im Zusammenhang internationaler Beziehungen. So gingen den Kriegen zu allen Zeiten in der Regelvoraus. Das Haager Abkommen von 1907 schreibt sogar fest, dass den Feindseligkeiten entweder eine mit Gründen versehene Kriegserklärung oder ein „Ultimatum mit bedingter Kriegserklärung“ voranzugehen hat.
Mit dem Ultimatum hängt auch die(aus lateinisch„letzte, äußerste“ +„Erwägung“, „Denken“, „Vernunft“) zusammen. Dieser Begriff bezeichnet „das letzte Mittel“ (der Politik), nämlich Waffengewalt. Der Ausdruck ist in diesem Sinn erstmals von dem spanischen Schriftsteller Pedro Calderón de la Barca (1600–1681) gebraucht worden, der befand, Pulver und Blei seien dieder Könige. Kardinal Richelieu, französischer Premierminister von 1624 bis 1642, ließ im Dreißigjährigen Krieg auf alle Kanonenrohre die Worte gießen: „regum“, „das letzte Mittel der Könige“. Im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen wird allerdings vielfach bezweifelt, ob Waffengewalt wirklich das letzte politische Mittel sein könne.
Das Adjektivwird in jüngerer Zeit auch in ganz anderem Zusammenhang verwendet. In einer Gesellschaft, die ständig auf der Suche nach neuen Rekorden und Sensationen ist, bekommt daseine besondere Bedeutung, also eine Art „äußerster“ Grenzerfahrung. Ein solcherkann beispielsweise das Bungeejumping sein.
Mit dem Ultimatum hängt auch die(aus lateinisch„letzte, äußerste“ +„Erwägung“, „Denken“, „Vernunft“) zusammen. Dieser Begriff bezeichnet „das letzte Mittel“ (der Politik), nämlich Waffengewalt. Der Ausdruck ist in diesem Sinn erstmals von dem spanischen Schriftsteller Pedro Calderón de la Barca (1600–1681) gebraucht worden, der befand, Pulver und Blei seien dieder Könige. Kardinal Richelieu, französischer Premierminister von 1624 bis 1642, ließ im Dreißigjährigen Krieg auf alle Kanonenrohre die Worte gießen: „regum“, „das letzte Mittel der Könige“. Im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen wird allerdings vielfach bezweifelt, ob Waffengewalt wirklich das letzte politische Mittel sein könne.
Das Adjektivwird in jüngerer Zeit auch in ganz anderem Zusammenhang verwendet. In einer Gesellschaft, die ständig auf der Suche nach neuen Rekorden und Sensationen ist, bekommt daseine besondere Bedeutung, also eine Art „äußerster“ Grenzerfahrung. Ein solcherkann beispielsweise das Bungeejumping sein.
Wissenschaft
Rätselhafter Gammablitz
Fraß ein Schwarzes Loch einen Stern von innen auf? von RÜDIGER VAAS Kosmische Gammastrahlen-Ausbrüche, kurz GRBs oder Gammablitze genannt, zeigen sich ungefähr einmal am Tag irgendwo am Himmel. Sie dauern höchstens wenige Minuten und entstehen bei der Kollision von Neutronensternen oder der Detonation massereicher Sterne. Nun hat...
Wissenschaft
Woher kommt das alles?
Wenn Sie sich in Ihrer Umgebung umschauen, werden Sie dort wahrscheinlich viele verschiedene Materialien entdecken, einige natürlich, einige vom Menschen gemacht. Sie alle bestehen größtenteils aus komplexen Mischungen vieler verschiedener Chemikalien. Ich finde es unendlich faszinierend, welche enorme Vielfalt die Chemie...
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Darmflora schützt Bienen vor Diabetes
Erzrausch am Meeresgrund
Wasserstoff im Rohr
Die Zukunft der Schifffahrt
Dem Sand auf der Spur
Ozeane aus der Balance