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Rosetta und Philae: Die erste Landung auf einem Kometen

Es ist ein historischer Moment für die Raumfahrt: Zum ersten Mal setzt eine Raumsonde auf der Oberfläche eines Kometen auf. Die Landeeinheit "Philae" der ESA-Raumsonde "Rosetta" wird heute, am 12. November 2014, auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz "Chury", landen. Dort soll der Lander wissenschaftliche Experimente durchführen, die neue Erkenntnisse über Kometen und die Frühzeit unseres Sonnensytems liefern könnten.

Raumsonde Rosetta und Landeeinheit Philae beim Kometen.
Raumsonde Rosetta und Landeeinheit Philae beim Kometen.

Schmutziger Schneeball

Kometen gehören wahrscheinlich zu den ältesten Körpern im Sonnensystem. Sie bestehen hauptsächlich aus Eis, Staub und Gestein und werden deshalb auch als "schmutzige Schneebälle" bezeichnet. Wissenschaftler nehmen an, dass die Brocken Überreste der protoplanetaren Scheibe sind, die die junge Sonne umgab und aus deren Material schließlich die Planeten entstanden. Von der Zusammensetzung des Kometen erhoffen sich die Forscher daher Rückschlüsse auf diesen Prozess in der Anfangszeit des Sonnensystems. Das Eis von Kometen gilt auch als Ursprung des lebenswichtigen Wassers auf der Erde.

Um mehr über die Zusammensetzung von Kometen zu erfahren, schickte die ESA gleich zwei Sonden auf die Reise: Die Haupt-Sonde Rosetta trägt die Landeeinheit Philae mit sich, ihr Ziel ist der Komet Churyumov-Gerasimenko. Der Start erfolgte bereits vor über zehn Jahren, am 2. März 2004. Rund sechs Milliarden Kilometer legte die Sonde seither zurück. Die letzten zweieinhalb Jahre vor der Ankunft beim Kometen verbrachte Rosetta dabei in einer Art Winterschlaf, um Energie zu sparen.

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