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Container-Begasung – Krankheit per Fracht

Wie Schiffsladungen zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden

Tag für Tag kommen tausende von Containern in deutschen Häfen an. Sie enthalten nicht nur Elektroartikel, Lebensmittel oder Textilien. Viele von ihnen auch hochgiftige Substanzen, eigens eingesetzt zur Schädlingsbekämpfung. Meistens handelt es sich dabei um Phosphorwasserstoff und Brommethan, auch bekannt als Methylbromid. Was geschieht, wenn wir mit diesen Giften in Berührung kommen und was richten sie in der Umwelt an?

Jahrelang arbeitsunfähig

Container im Frachthafen
Hafenarbeiter leben gefährlich. Zumindest, wenn sie Container entladen. Und das nicht etwa, weil sie sich dabei leicht verletzen könnten. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete im Juni 2013 von einem Mann, der im Hamburger Hafen einen mit Erdnüssen beladenen Container überprüfen sollte. Laut Frachtpapieren war die frisch aus Argentinien eingetroffene Ware mit Phosphorwasserstoff behandelt worden. An sich nichts Ungewöhnliches, wollen doch gerade Nahrungsmittel auf einer langen Schiffsreise vorm Verderben geschützt sein.

Doch womit der Mann nicht gerechnet hatte: Als er seinen Messstab durch die Gummidichtung in den Container schiebt, trifft er auf die 35-fache Menge des zulässigen Grenzwertes.

Es nützte ihm nichts, dass er den Container verschlossen ließ. Allein dadurch, dass er in der Nähe weiterarbeitete, nahm er durch die winzige Öffnung, die durch den Messvorgang entstanden war, genügend Gift auf, um krank zu werden. So krank, dass er auf mehrere Jahre arbeitsunfähig wurde.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa, Januar 2014
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