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Sechs Gründe, um die Toskana zu bereisen

Andrea Rickert, von wissen.de

Tausende Male wurde die Toskana bereits beschrieben, gelobt und in den Himmel gehoben. Es gab eine Zeit, da hatte jeder deutsche Linke - die sogenannte Toskanafraktion - zumindest den Traum eines Landgutes in der Nordhälfte Italiens mit Olivenbäumchen und Rosmarinstöcken auf einem riesigen romantischen Anwesen.

 

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Auch mein Herz schlägt bei einer Reise in die Toskana ein bisschen höher als bei anderen Urlaubszielen. Die Vorfreude erreicht ihren Höhepunkt beim ersten Cappuccino nach der Brennerautobahn in einer schnöden Autobahnraststätte. Zwei Stunden später kurve ich schon über schmale Straßen, durch liebliche Hügellandschaften und es ziehen hohe Zypressen an mir vorbei. Vor mir liegen kulturelle Höhepunkt wie Florenz, Siena oder Pisa. 

 

Weitere sechs Gründe, um die Toskana zu bereisen:


Lucca ist eine Perle in der Toskana, eine kleine zwar, denn der historische Kern ist gerade 2 km2 groß. Ihn umgibt eine Stadtmauer mit sieben Toren. Die fast autofreie Altstadt ist insbesondere durch den Samt- und Damasthandel reich geworden. Den alten Stadtkern kennzeichnen prächtige Patrizierhäuser und reich geschmückte Kirchen.
 

Farbenprächtig und fantasievoll präsentiert sich der Tarotgarten der berühmten Künstlerin Niki de Saint Phalle. Riesige Skulpturen – wie beispielsweise die vollbusige Königin, die Hohe Priesterin, der Magier, die Sphinx - verzaubern den Besucher beim Spaziergang durch den Naturpark, der in der südlichen Toskana zwischen Capalbio und Grossetto liegt.
 


Ich könnte hier zu jeder Tages- und Nachtzeit Espresso oder Cappuccino schlürfen. Er ist heiß und stark, wunderbar cremig und vergleichsweise günstig. Ein Muss für jeden Tourist in Siena ist das Nannini-Caffè "Il Monte" an der Piazza Salimbeni. Nannini steht für Rockmusik (Gianna), Autorennen (Alessandro) und eben Kaffeebohnen.

 


Die italienische Umweltschutzorganisation Legambiente zeichnet in ihrem "Guida Blu 2006" (Blauen Führer) Castiglione della Pescaia in der Maremma zum zweitschönsten Strand Italiens nach der Cinque Terre aus.


"aziende agricole"


Große Hotelanlagen findet man in der Regel in der Toskana nicht. Immer beliebter ist der sogenannte „Agriturismo“. Ehemalige Bauernhäuser werden zu „Rustico“ (Ferienwohnungen) umgebaut. Meist betreiben die Eigentümer noch Landwirtschaft – vorwiegend Wein- und Olivenproduktion - und pflegen den direkten Kontakt zu ihren Gästen.

 


Im Süden der Toskana liegen die drei wunderhübschen Etrusker-Städtchen Sorano, Sabana und Pitgliano. Von den Etruskern kamen u.a. die Kenntnisse der Landvermessung, der Be- und Entwässerung, sogar der Drainagetechnik nach Rom. Angeblich erfreuten sich auch die Frauen der gehobenen Klassen gleichberechtigt an den Festen und Gelagen. Na, dann, Salute – ein Glässchen Wein geht doch immer!  

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