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Tolle Knolle!

Knödel, Reibekuchen, Ofen- oder Bratkartoffeln – kaum ein Gemüse ist in der Küche so vielseitig einsetzbar wie die Kartoffel. Weltweit gehört sie zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Gesund ist die Knolle auch: Kartoffeln enthalten viele Vitamine und Kohlenhydrate.
von Michaela Wetter, wissen.de

Weltweit auf Erfolgskurs

In den südamerikanischen Anden steht die Kartoffel bereits seit 8000 Jahren auf den Speisezettel. Die Spanier brachten sie im 16. Jahrhundert nach Europa und damit begann auch ihr Siegeszug. Schätzungen der Welternährungsorganisation zufolge werden weltweit in knapp 100 Ländern auf insgesamt rund 195 000 Quadratkilometern Fläche Kartoffeln angebaut. Im Jahr 2006 konnten fast 315 Millionen Tonnen Ernte eingefahren werden, mehr als die Hälfte davon kam aus Entwicklungsländern. Während der Kartoffelkonsum in Europa eher sinkt, ist er in den Entwicklungsländern gestiegen: Anfang der 60er Jahre lag der pro Kopf-Verzehr dort bei unter zehn Kilogramm jährlich, 2003 dann bei knapp 22. Das ist allerdings immer noch weniger als ein Viertel dessen, was sich die Europäer jährlich auf die Teller häufen.

 

Gehaltvolle Knolle

Kartoffeln enthalten viel Eiweiß, Vitamin C und Kohlenhydrate. Außerdem stecken Potasche, Calcium, Magnesium, Kalium, Niacin, Pantothensäure, Vitamin A, B1, B2 und B6 in ihnen. Die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe bleiben beim Kochen, Backen, Grillen und Garen mit Schale weitgehend erhalten. Geschälte Kartoffeln dagegen verlieren im Wasser rasch einen Großteil ihrer Vitamine.

In vielen Ländern werden Kartoffeln vorwiegend als Beilage zu Fleisch und Soße oder zu Gemüse serviert. Doch als Ofenkartoffel mit Kräuterquark spielen sie auch schon einmal die Hauptrolle. Je nach Sorte, Saison und Geschmack gibt es die Knolle festkochend oder mehlig, als Frühkartoffel oder als Lagerkartoffel.

 

Anbau in Entwicklungsländern

Die Knolle lässt sich in unterschiedlichen Bodenverhältnissen und Klimazonen anbauen. Dieser Vorteil der tollen Knolle ist entscheidend für den Kampf gegen Hunger und Armut. Die Vereinten Nationen halten das Potenzial der Kartoffel in Entwicklungsländern für längst noch nicht erschöpft. Um den Anbau in Fahrt zu bringen, werden verstärkt Projekte unterstützt, die einheimischen Bauern den Umgang mit der Knolle zeigen. Gegen Pilzbefall und Schädlinge soll beispielsweise eine wechselnde Fruchtfolge helfen.

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