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Was war die Asienkrise?

Am 23. 10. 1997 erlebte der deutsche Aktienmarkt einen rabenschwarzen Tag: Der DAX erlitt einen schweren Kursverlust und rutschte um 4,7 Prozent auf 3977,26 Zähler. Vier Tage später erwischte es New York noch schlimmer: der Dow Jones fiel um 7,2 Prozentpunkte, wiederum einen Tag später war der DAX mit 8,4 Prozent Minus auf Talfahrt.

Der Grund: Die Börse in Hongkong, der Hang-Seng-Index, erlebte in derselben Zeit eine schwere Krise. Innerhalb von 24 Stunden fiel der Fernost-Index um 10,4 Prozent auf 10 426 Zähler. Bald erholten sich die westlichen Aktienmärkte wieder. Schon im Sommer 1998 näherte sich der DAX 6000 Punkten, im Frühjahr 2001 stand der DAX gar kurzzeitig bei 8000.

Doch in Ostasien erwiesen sich die Kurseinbrüche als Zeichen einer schweren, langfristigen Wirtschaftskrise. Später wussten Analysten, dass sich die asiatischen Staaten durch ihre exzessive Schuldenpolitik selbst in die Misere hinein manövriert hatten.

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