Wahrig Herkunftswörterbuch

Imker

Bienenzüchter
zu Imme „Biene“, aus
spätmhd.
imme, imbe „Biene“, im klassischen
Mhd.
heißt imme, imbe noch „Bienenkorb, Bienenschwarm“, aus
ahd.
imbi „Bienenschwarm“, wohl zur
idg.
Wurzel *embh „Wolke“; für den zweiten Wortteil ker ist ndrl. und nddt. Einfluss anzunehmen:
frühnhd.
immicher aus
ndrl.
imker, ijmker „Imker“,
mnddt.
immenkar,
mndrl.
immecare, imcare „Bienenkorb, Bienenschwarm“, aus
mndrl.
imme, ijme „Biene“ und
mndrl.
care, caere „Kasten, Behälter“;
ndrl.
ijmker ist eigtl. die Verkürzung von
ndrl.
ijmkerer „Bienenkorb, Bienenschwarmhalter oder besitzer“. Eine andere Deutung des zweiten Wortteiles
ndrl.
ker führt zum
ndrl.
Suffix ker, das in Familiennamen vorkommt und aus
ndrl.
kerl, kerel „Kerl, Mann“ entstanden ist und früher wohl auch als Ableitungssuffix für Berufsnamen diente; der Imker wäre demnach ein „Bienenmann“, d. h. jmd., der sich mit Bienen beschäftigt
Elfenbein
Wissenschaft

Elfenbein aus der Retorte

Mit künstlichem Elfenbein lassen sich alte Kunstwerke restaurieren, ohne dass Elefanten dafür sterben müssen. Zudem könnte das neue Material bald auch im Fahrzeugbau zum Einsatz kommen. von ROLF HEßBRÜGGE Wer den karg eingerichteten Produktionsraum in Wien-Aspern betritt, kneift unwillkürlich die Augen zusammen. „Ich weiß, das...

Kernspinresonanz-Mikroskop
Wissenschaft

Quantensprünge in der Röhre

Mit einem neuartigen Kernspinmikroskop lassen sich zum ersten Mal per Kamera hochaufgelöste Bilder von molekularen Prozessen machen – zum Beispiel für die Krebsdiagnostik oder die Forschung an Batteriematerialien. von DIRK EIDEMÜLLER Wenn Chemiker ein Herstellungsverfahren für eine neue Substanz ertüftelt haben, überprüfen sie...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch