Lexikon
extẹrne Effẹkte
Volkswirtschaftslehre
Externalitätenenglisch neighbourhood-effects, auch Spill-over-Effekte, vorteilhafte oder nachteilige Auswirkungen, die durch die Aktivität einzelner Wirtschaftssubjekte (Personen, Unternehmen, Haushalte u. a.) bei anderen spürbar werden, ohne dass dafür Ausgleichsleistungen gezahlt oder empfangen werden. Z. B. werden durch Anpflanzung von Bäumen und Blumen die Imker der Nachbarschaft begünstigt, während sie etwa durch das Verbrennen von Gartenmüll belästigt werden. Gleichwohl werden sie, wenn nicht gesetzlich etwas anderes vorgeschrieben ist, weder im ersten Fall Entschädigungszahlungen entrichten müssen noch im zweiten Fall beanspruchen können. Für die Umweltschutzdiskussion ist die Ermittlung externer Effekte von entscheidender Bedeutung: so sollen z. B. die negativen Einflüsse von Abgasen und Abwässern auf Nicht-Verursacher entweder durch verbindlich vorgegebene Filteranlagen beseitigt oder aber durch Entschädigungszahlungen kompensiert werden. Bewirkt wird damit, dass alle Kosten beim Produzenten spürbar werden. Ob dann das teurer gewordene Produkt noch seine Nachfrage findet, müssen Haushalte und Unternehmen (als Nachfrager) oder der Staat (durch Subventionen) entscheiden. Da solche Entscheidungen das Investitionsverhalten und somit die wirtschaftliche Entwicklung prägen, ist die Erörterung externer Effekte in der Entwicklungstheorie und in der Theorie des Industrialisierungsprozesses unerlässlich.
Wissenschaft
Geothermie hat Zukunft!
Ideen für klimaschonende Stromproduktion gibt es viele. Doch abgesehen von Wind- und Solarenergie scheint keine von ihnen wirklich großes Potenzial zu haben – vielleicht mit einer Ausnahme: Geothermie, also der Nutzung von Erdwärme. Dafür wird heißes Wasser aus dem Erdinneren an die Oberfläche gepumpt, um damit Dampfgeneratoren...
Wissenschaft
Der klügste Mensch, von dem kaum jemand gehört hat
Manchmal tauchen in der Wissenschaftsgeschichte Figuren auf, von denen man meint, sie als die klügsten Menschen auf dem Erdball feiern zu müssen. Der amerikanische Physiker Richard Feynman (1918 bis 1988) wurde von vielen Zeitgenossen so eingeschätzt. Genau wie der aus Ungarn stammende Mathematiker John von Neumann (1903 bis 1957...