Wahrig Herkunftswörterbuch

Pauschale

einmalige, auf oder abgerundete Zahlung (statt Einzelzahlungen)
Ableitung von Pausch, Nebenform von Bausch „Polster, Wulst“; Pauschale gehört zu der Fügung in Bausch und Bogen, wobei Bausch „das Gewölbte, Dicke“, mithin das „Zuviel“, dem Bogen, dem „Flachen, nach innen Gewölbten“, also dem „Zuwenig“, gegenübersteht; bei einem Kauf in Bausch und Bogen wird also nicht im Einzelnen abgerechnet, sondern ein Zuviel an der einen Stelle wird durch ein Zuwenig an einer andern Stelle ausgeglichen; ebenso ist die Pauschale der Gesamtbetrag ohne Rücksicht auf Differenzen im Einzelnen
[Info]
Pauschale
Die Pauschale, von der Kaufleute bereits seit dem 19. Jh. sprechen, ist verwandt mit der Wendung in Bausch und Bogen „insgesamt, alles in einem“. Die Bedeutung von Pauschale, „gerundete Bezahlung anstelle einzelner Zahlungen“, deutet darauf ebenso hin wie die Bedeutung des Adjektivs pauschal, „alles zusammengenommen“. Grundwort ist Pausch, eine Nebenform von Bausch (aus
mhd.
busch). Bereits im 11. Jh. benutzte man Pausch für ein „weich gestopftes Kissen, Polster“. Bausch hingegen bedeutete auch „eine Handvoll, eine ungezählte Menge“ in der seit dem 17. Jh. belegten Fügung in Bausch und Bogen steht Bausch für das Gewölbte, also das Zuviel, und Bogen für das Flache (nach innen Gewölbte), also das Zuwenig. Bei einem in Bausch und Bogen verrechneten Geschäft rechnete man nicht einzeln ab, sondern glich ein Zuviel hier mit einem Zuwenig dort aus. Heute hilft die Pauschalierung beim Vereinfachen einer Abrechnung; die übertragen verwendete Pauschalisierung hingegen ist eine „grobe Verallgemeinerung“.
Gehirn, Kabel, Mensch
Wissenschaft

Reine Kopfsache

Neue neuronale Techniken bauen Brücken zwischen Gehirn und Körper. Querschnittsgelähmte können ihre Arme und Hände wieder nutzen, und Menschen, die nicht mehr in der Lage sind zu sprechen, können wieder kommunizieren. von REINHARD BREUER Bill Kochevar war der erste Gelähmte, der seine Hand allein per Gedanken und Hightech steuern...

Lichtgeschwindigkeit, Einstein, Relativitätstheorie
Wissenschaft

Einstein und die Lichtmauer

Sind Überlichtgeschwindigkeiten möglich? von RÜDIGER VAAS Beim Anblick der Sterne verfalle ich ins Träumen, genauso wie ich bei den schwarzen Punkten ins Träumen komme, die auf einer Landkarte Städte und Dörfer markieren“, hat der Maler Vincent van Gogh einmal gestanden. „Warum, frage ich mich, sollten die leuchtenden Punkte am...

Weitere Lexikon Artikel

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon