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Die Grundrechte in Bildern (Artikel 5 - 8)

Markus Lüpertz illustriert das Grundgesetz

Artikel 5

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Artikel 5 GG

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Erläuterung Lüpertz-Gemälde Artikel 5

 

Jetzt hat der Torso die Farben des menschlichen Körpers angenommen und wirkt so, als ob er im nächsten Augenblick etwas mitzuteilen hätte. Vor der Figur taucht erneut das Marmorstück mit seiner Maserung auf, der Kahn liegt dahinter, ist aber nur mit dem Bug zu sehen. Links schließt ein dichtes grün-schwarzes Gebüsch ab, während rechts Himmel, Waldsaum, Häuser, ein gelbes Feld und unten eine unruhige farbige Wiese den Ausblick in den Raum markieren. Weil die Wendung der Figur zum Betrachter so direkt vollzogen ist, entsteht eine Dialogsituation, die natürlich stumm bleiben muss. Obwohl die verschiedenen Bestandteile des Bildes zunächst ein eigenständiges Dasein zu führen scheinen – Landschaft, Torso, Marmor, Boot – entsteht beim längeren Betrachten der Eindruck einer Zusammengehörigkeit, die eine friedliche Atmosphäre vermittelt. Hier trifft sich das Erleben eines Sommertages mit der Erinnerung an eine ideale Kultur; der Kahn als Symbol für Bewegung und Inspiration ist mit der Empfindung von Dauer konfrontiert, die seit jeher mit dem Marmor assoziiert wird. So kann sich aus den visuellen Gegebenheiten eine imaginäre Bildrede ergeben, die durch das Recht auf freie Äußerung ihren lebensweltlichen Sinn gewinnt.

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Die deutsche Verfassung im Wandel

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