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90 Jahre Paramount

Abenteuer und Anarchismus

Wie so viele Erfolgsgeschichten aus Hollywood beginnt auch die Geschichte der Paramount Studios ganz unten, und zwar im Jahre 1913 in einem gemieteten Pferdestall in der Nähe von Sunset Boulevard und Vine Street. Eigentlich hätte der Theaterhit The Squaw Man in Flagstaff, Arizona, verfilmt werden sollen. Doch leider entsprach Flagstaff so ganz und gar nicht den Vorstellungen, die das Filmteam vom Wilden Westen hatte. Also zog man weiter gen Westen, bis man in Hollywood auf den Stall des deutschstämmigen Obstbauern Jakob Stern stieß. Der Film ist die erste große Hollywood-Produktion und wird ein Erfolg. Das ist die Rettung für Jesse L. Lasky, Samuel Goldfish (später Goldwyn) und Cecil B. DeMille, denn die drei haben beinahe ihr gesamtes Gründungskapital in die Filmrechte an The Squaw Man investiert. In den Jahren der Depression lockten die anarchischen Marx Brothers, eine schlüpfrige Mae West und ein herrlich sarkastischer W.C. Fields die Massen ins Kino. Cecil B. DeMille dreht historische Epen und spektakuläre Abenteuer, während der aus Europa geflüchtete Ernst Lubitsch die durchgestylten Marlene-Dietrich-Filme zur weithin beneideten Spezialität der Paramount Studios macht.

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