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Angst und wie sie uns lähmt

Den größten Fehler, die man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen (Dietrich Bonhoeffer). Angst ist ein Gefühl, das den Körper häufig zu lähmen vermag und auch der Psyche zusetzen kann. Wer Angst hat, reagiert völlig unkontrolliert, häufig auch (zu) emotional. Angst hat viele Gesichter, aber nur wenige kennen ihre ganzen Facetten und wissen sie sogar zu beherrschen. Wer jedoch weiß, wie Angst entsteht, und seinen Körper gut kennt, kann sich dem lähmenden Angst-Prozess entziehen und ihm mutig gegenübertreten.

Warum haben wir Angst? – Die verschiedenen Angst-Arten

Angst oder doch schon Angststörung? Angst zu haben, ist völlig normal und einer der Urinstinkte. Früher half Angst dabei, uns vor Feinden zu beschützen, auf Notsituationen vorzubereiten. Mittlerweile hat die Angst aber auch andere Facetten angenommen, beispielsweise verschiedene Angststörungen. Solche sozialen Ängste, Panikstörungen, Zwangsstörungen oder belastende Trauma führen dazu, dass die Angst einen wachsenden Einfluss auf Körper und Psyche hat.

Die Angst vor dem Zahnarzt ist beispielsweise für viele Patienten eine tatsächliche Phobie, denn sie haben vielleicht schon einmal in ihrem Leben schlechte Erfahrungen mit dem Zahnarzt gemacht. Seither vermeiden sie es, auf dem Stuhl Platz zu nehmen, und erstarren beim Geräusch des Bohrers. Andere haben Angst davor, sich ihrer Verantwortung zu stellen und beispielsweise Mahn- oder Inkassoschreiben zu öffnen.

Die Angst in die Hand nehmen: ein Beispiel

Wer nicht reagiert, keine Entscheidungen fällt, muss auf die Situationen reagieren. Das führt häufig zu Ohnmacht, Aktionismus und enormen Stress. Wer jedoch möglichst clever und strukturiert im Alltag agiert, ist besser auf seine Angst vorbereitet. Ein klassisches Beispiel sind Menschen, die gerne beruflich selbstständig wären, vielleicht sogar eine Geschäftsidee oder eine besondere Leidenschaft haben – diese aber aus Existenzängsten nie verwirklichen.

Das unternehmerische Beispiel können sich auch vermeintliche Angsthasen oder tatsächliche Angst-Patienten zunutze machen. Wer seiner Angst aufrichtig begegnet, sie kennt und spürt, kann Schritt für Schritt mit ihr gemeinsam an der Hand den Prozess der Heilung gehen. Durch die bessere Kontrolle über Angst einflößende Situationen wird es besser, die psychischen und physischen Reaktionen des Körpers zu steuern und weniger Angst vor der eigenen Angst zu haben.

Das Gehirn macht uns Angst

Das Gehirn ist der eigentliche Ursprung, der entscheidet, ob wir Angst haben oder nicht. Dem voran gehen die Sinnesorgane, denn sie nehmen die Umgebung wahr: Riechen, Hören, Schmecken, Spüren oder Sehen – all diese Wahrnehmungen können Angst auslösen. Auf Basis der Vergangenheit interpretiert die Großhirnrinde sämtliche eintreffende Reize. Das Prinzip kennt mit Sicherheit jeder: Wir wissen, dass eine heiße Herdplatte nicht anzufassen ist. Woher wissen wir das? Schlimmstenfalls haben wir es vielleicht selbst erlebt und schmerzlich erfahren. Vielleicht haben wir es aber auch nur durch unsere Eltern oder aus anderen Erzählungen erfahren und möchten diese Fehler vermeiden. Das Gehirn versucht, uns so gut wie möglich vor einer Gefahr zu schützen, und macht das ganz geschickt durch die Anordnung der Angst. Plötzlich schaltet unser Körper vom normalen Zustand auf Kampfbereitschaft, denn die Angst als Urgefühl sichert das Überleben des Stärkeren.

Entscheidet das Gehirn, das eine Situation für uns vermeintlich gefährlich/lebensgefährlich ist, sendet es die Befehle an die übrigen Gehirnregionen (vor allem das limbische System) und ab da beginnt der angstmachende Prozess im Körper ganz allein. Der Hypothalamus löst körperliche Reaktionen aus und sorgt dafür, dass Adrenalin oder Kortisol ausgeschüttet werden. Um das Überleben zu sichern (wie es vor Tausenden Jahren garantiert noch erforderlich war), wird das sympathische und parasympathische Nervensystem aktiviert.

CBD Gegen Angst – so bekämpft der natürliche Wirkstoff Angstzustände

Daher gibt es auch medikamentöse Ansätze, um gegen Angst, Angststörungen oder Angstzustände anzukämpfen, obwohl dies so schwer greifbare Konzepte sind. Als natürliches Mittel ist die Wirkung von CBD Öl  sehr vielversprechend, da es unter anderem angstlösend wirkt. Gerade im Kampf gegen chronische Angstzustände könnte sich dieses als sehr erfolgreich erweisen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch starke Pharmaka wie Antidepressiva oder Diazepam, die direkt im Gehirn gegen die Angstgefühle ankämpfen können.

Doch im Gegensatz zu diesen nur selten verschriebenen Medikamenten ist CBD eine natürlichere, verträgliche Möglichkeit, um bewusst und gezielt mit Ängsten umzugehen. Da laut der Weltgesundheitsorganisation WHO Angststörungen zu den psychischen Belastungen zählen, die am weitesten verbreitet sind, ist das Potential von CBD enorm. Zahllose Studien testen den Wirkstoff aktuell auf Herz und Nieren und stoßen regelmäßig auf neue Erkenntnisse, die Menschen, die häufig unter Ängsten leiden, große Hoffnungen machen dürften. Angst im Alltag und deren Nebeneffekte wie Panikattacken oder Übelkeit könnten mit CBD Öl bekämpft werden.

Das macht die Angst mit dem Körper

Dass derartige Wirkstoffe funktionieren liegt an der Art, wie Angst überhaupt erst entsteht. Sobald das Gehirn an die Nervenbahnen funkt, dass der Körper sich bereit machen soll, ist er in einen Alarmzustand versetzt. Angst macht sich im wahrsten Sinne des Wortes breit. Wir bemerken den Angstzustand nicht nur durch Anspannung, sondern auch durch einen erhöhten Herzschlag und steigenden Blutdruck. Angst hat auch einen Einfluss auf die Atmung, denn durch die Ausschüttung von Adrenalin werden die Bronchien erweitert. Ersichtlich ist Angst auch in den Pupillen, denn sie werden plötzlich weiter. Ein Mechanismus, der früher dafür sorgen sollte, dass unser Sehvermögen geschärft und dass Sehfeld vergrößert wird, um den Feind möglichst genau zu erkennen.

Heiß und kalt – zwei Begleiter der Angst

Angst im Körper ereignet sich durch zwei bipolare Reaktionen: heiß und kalt. Einerseits steigt die Körpertemperatur durch den erhöhten Herzschlag und die raschere Atmung an, andererseits erleben wir häufig kalten Schweiß und eine Art der Benommenheit. Unser Körper wirkt nervös, unruhig und ist durch die plötzliche Aufmerksamkeit deutlich erregt. Dieses Angstgefühl macht sich meist nur wenige Minuten bemerkbar, sobald das Gehirn erkennt, dass eigentlich gar keine Gefahr droht. Dann aktiviert es die Nervenbahnen und leitet den Befehl zur Entspannung weiter.

Es kann aber auch sein, dass der Angstzustand länger andauert. Dann hat es das Gehirn verpasst, Entwarnung für den Körper zu geben. Einige Angstpatienten steigern sich so in ihr Angstszenario, dass sie gar nicht merken, dass die Gefahr vorüber ist, sondern eine Kettenreaktion einzelner neuer vermeintliche Angstschübe auslösen. Die Folge: Der Körper kann die Angsthaltung über einen längeren Zeitraum gar nicht mehr halten und kollabiert irgendwann. Das macht sich in Schnappatmung, Herzrasen oder dem Ohnmachtsgefühl oftmals bemerkbar.

Tipps gegen die Angst

Wie kann ich die Angst überwinden? Seiner Angst zu begegnen, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

1.Tipp: Der Angst begegnen

Es geht darum, zu erkennen, wann die Angst auftritt und vor allem wodurch sie ausgelöst wird. Im weiteren Schritt gilt es, die vermeintliche Bedrohung zu betrachten: Handelt es sich wirklich um eine ernsthafte Gefahr oder ist es doch nur ein kleines überdramatisierte Problemchen des Alltags?

2. Tipp: Strukturiert vorgehen

Ein Unternehmer eröffnet ein Online Geschäftskonto, da dieser Prozess bei der Unternehmensgründung und -führung unverzichtbar ist. Genauso unverzichtbar ist es auch, die Angst als etwas völlig Normales zu erkennen. Sie gehört zum Lebensprozess dazu und statt gegen sie zu arbeiten, heißt es, sie an die Hand zu nehmen und das beklemmende emotionale Gefühl in etwas Positives umzukehren.

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