Wissensbibliothek
Inwiefern war der Kessel auch göttliches Attribut?
Einen magischen Kessel, von dem niemand weggeht, ohne satt zu sein, besitzt der irische Gott Dagda. Seinen Beinamen »der gute Gott« verdankt er den zahlreichen hochgeschätzten Fähigkeiten, die ihm als Krieger, Künstler und Zauberer zugeschrieben werden. Er ist als Herrschergott möglicherweise identisch mit dem gallischen Esus oder Dis Pater. Seine Beinamen wie »der Allwissende«, »der Allvater« oder »Rotauge« – damit ist die Sonne gemeint – machen seine übergeordnete Stellung deutlich.
Außer dem Kessel besitzt er eine gewaltige Eisenkeule und eine Harfe. Die Keule ist so schwer und groß, dass sie auf Rädern bewegt werden muss. Sie wirkt als tödliche Waffe wie auch als Lebensspenderin: Ein Schlag mit der einen Seite der Keule tötet neun Männer gleichzeitig, die Berührung mit der anderen Seite gibt ihnen das Leben zurück. Auf seiner Harfe spielt der Gott drei Melodien, die Melodie des Schlafens, die des Lachens und die des Jammers.
Designerbabys aus dem Labor
Viele Bücher und Filme zeigen hochintelligente Menschen mit Superkräften, die mithilfe von Gentechnik geschaffen wurden. Das bleibt Fiktion – aber therapeutische Eingriffe sind möglich. von RAINER KURLEMANN Mary Shelleys Roman „Frankenstein“ hat vor 200 Jahren das Denken der Menschen verändert. Er erzählt die Geschichte des...
Kernkraftzwerge
Weltweit entwickeln Ingenieure kleine, modulare Kernreaktoren, die sich am Fließband fertigen lassen. Verhelfen sie der Nuklearenergie zu einer Renaissance? von MARTIN ANGLER Beim Schippen von Sand und Erde sieht man Bill Gates nicht jeden Tag. Doch für den ersten Spatenstich seines neuen Nuklearreaktors ist der Softwarepionier...