Lexikon
Glạrus
Hauptstadt des schweizerischen Kantons Glarus, an der Linth, zu Füßen des Vorderglärnisch, 5500 Einwohner; im Stadtbild nur wenige ältere Gebäude aus der Zeit vor dem Brand von 1861; Holz-, Textil- und Tabakindustrie, Stoff- und Buchdruckerei.
Geschichte
Vermutlich z. Z. der frühmittelalterlichen Christianisierung erhielt das Kloster Säckingen Besitz- und Herrschaftsrechte (Meieramt) im Tal Glarus. 1288 bekamen die Habsburger das Meieramt als Lehen. 1351 wurde das Land Glarus von den Eidgenossen besetzt, denen es sich 1352 anschloss. 1388 verteidigte es seine Unabhängigkeit bei Näfels gegen Habsburg-Österreich, 1395 löste es die Rechte des Klosters Säckingen durch eine Zahlung ab. 1415 wurde Glarus reichsfrei. 1528 schloss sich die Mehrheit der Bevölkerung der Reformation an; der Landesvertrag besiegelte 1532 die Gleichberechtigung beider Konfessionen. Im 18. Jahrhundert setzte vergleichsweise früh die Industrialisierung ein.
Wissenschaft
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Wissenschaft
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