Lexikon

Kaste

[
die; lateinisch, portugiesisch, französisch
]
eine Gemeinschaft von nur untereinander heiratenden (endogamen) Familien angeblich gleicher Abstammung, mit gleichem Brauchtum, gemeinsamem Namen und meist gleichem Beruf. Sie findet sich bei Überschichtung stark voneinander abweichender Bevölkerungsteile, so im Sudan, besonders aber im hinduistischen Indien (dort Jat genannt). Die Kasten bilden ein ganzes System: Brahmanen (Priester), Kschatriyas (Krieger, Adel), Vaischyas (Kaufleute), Shudras (unterworfene Bauern), zu denen noch die außerhalb des Kastensystems stehenden Dalits (Parias) kommen. Auch die Muslime und Christen erlagen der Kastenbildung, die für die Entwicklung Indiens sehr hinderlich war und von M. Gandhi heftig bekämpft wurde. Die Unberührbarkeit zwischen Angehörigen verschiedener Kasten wurde in der indischen Verfassung von 1948 nominell aufgehoben.
Esna
Wissenschaft

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Dass die astronomische Tempeldecke in Esna, 55 Kilometer südlich von Luxor, heute wieder erstrahlen kann wie vor rund 2.000 Jahren, ist einem Glücksfall zu verdanken – und der jahrelangen Arbeit eines deutsch-ägyptischen Expertenteams. von ROLF HEßBRÜGGE Man muss sich schon etwas den Hals verrenken, um diesen kostbaren...

Frau, Ferne, Vergessen
Wissenschaft

Der Sinn des Vergessens

Es ist lästig, sich an etwas nicht erinnern zu können. Aber dass wir nicht alles im Gedächtnis behalten, ist eine lebenswichtige Leistung des Gehirns. von rolf heßbrügge Versäumte Termine, Versagen in Prüfungen, geistiger Verfall – Vergesslichkeit ist gefürchtet. Dabei hat es auch eine gute Seite, dass der Mensch vergessen kann:...

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