Lexikon
Bad
Medizin
1. Einwirkung insbesondere von Wasser mit oder ohne Zusätze, aber auch von Dampf, Sand, Luft, Sonne, Moor u. a. auf den Körper zur Reinigung, Körperpflege oder zu Heilzwecken. Man unterscheidet Ganzbäder (Voll-, Dreiviertel-, Halbbäder, je nach Eintauchtiefe) und Teilbäder (Sitz-, Arm-, Fußbäder). Das Wasserbad wird kalt, warm, heiß oder wechselwarm genommen, je nach dem Zweck. Reinigungsbäder haben Temperaturen von 35–36 °C, Freibäder in natürlichen Gewässern oder künstlichen Schwimmbecken naturgegebene Temperaturen. Im Reinigungsbad werden Schmutz, Schweiß und Schuppen entfernt, die normale Hauttätigkeit wird angeregt. Zur Abhärtung sind kurze kalte Voll- oder Teilbäder nützlich.
Das Baden spielte schon in der alten Kultur und den Kulten der primitiven Völker eine Rolle. Viele Religionen (Judentum, Islam) enthalten Vorschriften für Bäder und Waschungen. Die Römer hatten umfangreiche Thermen, das Mittelalter öffentliche Badestuben. – 2. Ort mit Heilcharakter. Die Bezeichnung Bad wird von den Länderregierungen verliehen; natürliche Heilkräfte und bestimmte Einrichtungen sind dafür Voraussetzung.
Wissenschaft
Kontroverser Kollaps
Physiker suchen die Grenze der Quantenwelt. von RÜDIGER VAAS Quantenphysiker stochern noch immer im Nebel: Das Problem sind die im Mikrokosmos gemessenen und im Formalismus der Schrödinger-Gleichung durch Wellenfunktionen beschriebenen Superpositionen. Sie kommen in der von der klassischen Physik erfassten Alltagswirklichkeit mit...
Wissenschaft
Dünger aus der Luft
In der Landwirtschaft kommen große Mengen stickstoffhaltigen Düngers zum Einsatz. Ein wichtiger Rohstoff für diesen Dünger ist Ammoniak. Um die Herstellung dieser Chemikalie nachhaltiger zu gestalten, hat ein Forschungsteam nun ein neuartiges Netzgewebe entwickelt, das Stickstoff aus der Luft einfangen und in Ammoniak verwandeln...