Lexikon

Bad

Medizin
1. Einwirkung insbesondere von Wasser mit oder ohne Zusätze, aber auch von Dampf, Sand, Luft, Sonne, Moor u. a. auf den Körper zur Reinigung, Körperpflege oder zu Heilzwecken. Man unterscheidet Ganzbäder (Voll-, Dreiviertel-, Halbbäder, je nach Eintauchtiefe) und Teilbäder (Sitz-, Arm-, Fußbäder). Das Wasserbad wird kalt, warm, heiß oder wechselwarm genommen, je nach dem Zweck. Reinigungsbäder haben Temperaturen von 35–36 °C, Freibäder in natürlichen Gewässern oder künstlichen Schwimmbecken naturgegebene Temperaturen. Im Reinigungsbad werden Schmutz, Schweiß und Schuppen entfernt, die normale Hauttätigkeit wird angeregt. Zur Abhärtung sind kurze kalte Voll- oder Teilbäder nützlich.
Das Baden spielte schon in der alten Kultur und den Kulten der primitiven Völker eine Rolle. Viele Religionen (Judentum, Islam) enthalten Vorschriften für Bäder und Waschungen. Die Römer hatten umfangreiche Thermen, das Mittelalter öffentliche Badestuben. – 2. Ort mit Heilcharakter. Die Bezeichnung Bad wird von den Länderregierungen verliehen; natürliche Heilkräfte und bestimmte Einrichtungen sind dafür Voraussetzung.
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