Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
schwimmen
schwịm|men I.
〈o. Obj.〉
1.
sich im oder auf dem Wasser bewegen;
ich habe, bin zwei Stunden geschwommen; ich bin über den See geschwommen; Enten, Gänse s. auf dem See; im Teich s. Karpfen; er schwimmt gut, gern, schnell; bis ans Ufer s.; auf dem Rücken s.; unter Wasser s.
2.
vom Wasser oder von einer anderen Flüssigkeit getragen werden;
die Kinder lassen im Bach Schiffchen s.;
〈aber〉
s. lassen
→ schwimmenlassen;
auf dem Fluss s. Holzstücke; auf der Suppe s. Fettaugen, schwimmt Petersilie; er schwimmt im Geld
〈übertr., ugs.〉
er hat sehr viel Geld, er ist sehr reich;
sie schwamm in Glück, in Seligkeit
〈übertr.〉
sie war überglücklich, ganz selig;
sie schwamm in Tränen
sie weinte heftig;
in seinem Blut s.
daliegen und stark bluten;
Kartoffelscheibchen in ~dem Fett braten
〈eigtl.〉
in Fett ~d braten
in so viel Fett braten, dass sie darin schwimmen
3.
schwimmfähig sein;
das alte Boot schwimmt wieder
4.
nicht untergehen, sich auf der Wasseroberfläche halten;
Kork schwimmt
5.
〈ugs.〉
völlig nass sein, Pfützen aufweisen;
der Boden in der Küche schwimmt; das ganze Bad schwimmt
6.
〈übertr.〉
unsicher sein, den zu sprechenden Text, eine bestimmte Arbeit (noch) nicht können;
der Schauspieler schwimmt; vorläufig schwimme ich noch (da die Arbeit mir neu ist)
II.
〈mit Akk.〉
1.
beim Schwimmen
(1)
zurücklegen;eine Kurz–, Langstrecke s.
2.
beim Schwimmen
(1)
erzielen;einen Rekord, eine neue Bestzeit s.
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