Lexikon

Biotechnologie

[
griechisch
]
ursprünglich die technische Anwendbarkeit biologischer Prozesse und Funktionsprinzipien; im engeren Sinne die gezielte Nutzung der Stoffwechselleistungen von Mikroorganismen sowie von pflanzlichen und tierischen Zellkulturen für vorwiegend industrielle Produktionszwecke. Zu den wichtigsten Produkten gehören die Organismen selbst sowie die von ihnen synthetisierten Moleküle wie Enzyme, Antibiotika, Alkaloide, Wuchsstoffe, Steroide u. a. Durch die neuen Techniken der Erbgutmanipulation (Gentechnik) eröffnen sich im Bereich der Biotechnologie neue Perspektiven. Heute produzieren z. B. Bakterien Substanzen, die sie auf natürliche Weise nie gebildet hätten. Die bekanntesten Beispiele sind Insulin und Interferon. Auch im Bereich des Umweltschutzes (Einsatz von Mikroorganismen zum Abbau bestimmter Abfälle, z. B. Öl) wird die Biotechnologie zunehmend eingesetzt. Weiter werden Mikroorganismen zur Extraktion von Metallen aus mageren Erzen, z. B. bei der Kupfer- und Urangewinnung, verwendet. Ferner kann man zur Biotechnologie auch die Energiegewinnung aus Biomasse rechnen.
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