Lexikon
Insulịn
[
das; lateinisch
]Insulin: Bildungsort
Bildungsort des Insulins
Bildungsort des Insulins sind bestimmte Zellen der Bauchspeicheldrüse, und zwar die Beta-Zellen der Langerhans'schen Inseln. Im äußeren Bereich der Inseln befinden sich auch die Glucagon produzierenden Alpha-Zellen. Das übrige Gewebe wird von den Drüsenbläschen gebildet, die im Dienste der Verdauungsenzymproduktion stehen. Das Insulin wird direkt in die Kapillargefäße abgegeben und gelangt so über den Blutkreislauf zu seinem Zielort, den Körperzellen.
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Da Insulin ein Peptidhormon ist, würde es im Verdauungskanal zerstört und kann daher nur unter dessen Umgehung, d. h. durch Einspritzung, meist unter die Haut (subkutan), verabreicht werden. Zum therapeutischen Einsatz kommt heute überwiegend gentechnisch hergestelltes menschliches Insulin (Humaninsulin). Zur Verfügung stehen schnell wirksame Insuline (Altinsuline) und sog. Verzögerungsinsuline, die bei der Behandlung eines insulinpflichtigen Diabetes miteinander kombiniert werden (Basis-Bolus-Therapie). – Entdeckt wurde die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin 1921 durch F. Banting, C. Best und J. J. R. Macleod. – Seit einigen Jahren werden auch künstliche Insuline, sog. Insulin-Analoga, zur Diabetes-Therapie verwendet. Es gibt sehr schnell und kurz wirksame sowie länger bis sehr lang und gleichmäßig wirkende Insulin-Analoga.
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