Lexikon

Blitz

elektrische Entladung zwischen Wolke und Erde oder zwischen Wolken. In einer Blitzbahn (Blitzkanal), mit Durchmesser unter 0,5 m, folgen 67 und mehr Teilentladungen aufeinander. Die elektrische Feldstärke zwischen den Wolken erreicht 1000 Volt/cm. Die Gesamtdauer der Entladung beträgt den Bruchteil einer Sekunde bis über eine Sekunde, die Spitzenwerte der Stromstärke 100 000 Ampere; die Elektrizitätsmenge beträgt rund 30 Coulomb, die Blitzgeschwindigkeit rund 1000 km/s. Infolge der hohen Temperatur wird die Luft in der Strombahn stark erwärmt; die plötzliche Ausdehnung (Druckwelle) wird als Donner wahrgenommen.
Die häufigste Blitzform ist der Linienblitz, bei geringer Aufladung entsteht der Perlschnurblitz; Kugelblitze bewegen sich langsam nahe am Boden, Durchmesser etwa 20 cm, lösen sich meist mit Detonationen auf; Erklärung noch unsicher.
Blitzschaden entsteht durch den hoch gespannten Strom, durch plötzliche Druckbildung (wie Explosion) und Hitze (Schmelz- und Zündwirkung), auch Schockwirkung auf Menschen. Einschlag besonders in einzelne hohe Gegenstände (Türme, Masten, Bäume, auch stehende Menschen auf ebener Fläche), daher ist Regenschutz unter Bäumen gefährlich.
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