Lexikon

Braun

Harald, deutscher Regisseur, Dramaturg und Filmproduzent, * 26. 4. 1901 Berlin,  24. 9. 1960 Xanten; 1933 beim Rundfunk, 1935 Regieassistent von C. Froelich; Drehbuchautor von „Das Herz der Königin“ 1939; Regisseur und Autor von „Zwischen Himmel und Erde“ 1941, „Zwischen gestern und morgen“ 1947, „Nachtwache“ 1949, „Der letzte Sommer“ 1954 u. a.
  • Deutscher Titel: Die Nachtwache
  • Original-Titel: DIE NACHTWACHE
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1949
  • Regie: Harald Braun
  • Drehbuch: Harald Braun, Paul Alverdes
  • Kamera: Franz Koch, Josef Illig
  • Schauspieler: Luise Ullrich, Hans Nielsen, Dieter Borsche, René Deltgen, Käthe Haack
Harald Braun macht sich nach dem Krieg einen Namen als Regisseur deutscher Problemfilme mit humanitären Anliegen. In seinen religiös-ambitionierten, bedeutungsschweren Arbeiten hat die lebensbejahende Aussage Priorität vor der filmischen Umsetzung. Sein Film über zwei Geistliche in einer Kleinstadt ist wegen seines Optimismus einer der erfolgreichsten Filme der frühen Nachkriegszeit.
Pfarrer Heger (Hans Nielsen) übernimmt eine evangelische Gemeinde in Burgdorf. Schnell schließt er Freundschaft mit seinem katholischen Kollegen Imhoff (Dieter Borsche), und die beiden tatkräftigen Geistlichen machen sich in der Kleinstadt durch ihre Hilfsbereitschaft beliebt. Hegers Glück wird aber plötzlich zerstört, als seine kleine Tochter durch die Unachtsamkeit eines Dritten zu Tode kommt. Im Lauf langer Gespräche über die Schicksalsgebundenheit des Menschen kann Imhoff dem Mann aber verzeihen. Damit gibt er auch einer Freundin, die im Krieg ihr Kind und ihren Glauben verloren hat, ein positives Beispiel: Die Frau findet jetzt zur Kirche zurück.
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