Lexikon
Brooks
Mel, eigentlich Melvyn Kaminsky, US-amerikanischer Filmregisseur und -autor, * 28. 6. 1926 Brooklyn, New York; parodiert andere Filme und Filmgenres u. a. in: „Frühling für Hitler“ 1968; „Silent Movie“ 1976; „Mel Brooks’ verrückte Geschichte der Welt“ 1981; „Spaceballs“ 1987; „Das Leben stinkt“ 1991; „Dracula – Tot aber glücklich“ 1995.
- Deutscher Titel: Frühling für Hitler
- Original-Titel: THE PRODUCERS/SPRINGTIME FOR HITLER
- Land: USA
- Jahr: 1967
- Regie: Mel Brooks
- Drehbuch: Mel Brooks
- Kamera: Joseph Coffey
- Schauspieler: Zero Mostel, Estelle Winwood, Gene Wilder, Kenneth Mars
- Auszeichnungen: Oscar 1969 für Originaldrehbuch
Zwei Theatermanager (Zero Mostel, Gene Wilder) wollen absichtlich eine todsichere Pleite landen, um sich auf diese Weise aus der finanziellen Misere zu befreien. So produzieren sie ein mit geschmacklichen Entgleisungen angehäuftes Musical über Adolf Hitler und Eva Braun, engagieren dafür unerfahrene Schauspieler und Regisseure. Dann aber tritt genau das ein, was sie unbedingt verhindern wollten: Für die beiden völlig überraschend erobert das Stück den Broadway.
Mel Brooks beginnt mit diesem Film seine Karriere als Regisseur, wobei seine Filme oftmals als derberes Gegenstück zum intellektuellen Humor z.B. von Woody Allen gewertet werden.
Nach seiner vielfach als grotesk empfundenen Satire auf die Theaterszene und das Publikum, die sich erst Jahre später zum Kultwerk mausert, hat Brooks vor allem mit Parodien auf klassische Filmgenres großen Erfolg. Er wendet sich 1983 noch einmal einem Hitler-Thema zu: In seiner Neuverfilmung von Ernst Lubitschs Satireklassiker »Sein oder Nichtsein« (1942) mit Brooks und seiner Frau Anne Bancroft in den Hauptrollen.
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