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LEXIKON

Dahrendorf

Sir (seit 1982) Ralf, Baron Dahrendorf of Clare Market in the City of Westminster (seit 1993), deutsch-britischer Soziologe und Politiker (19471960 SPD, 19671988 FDP), * 1. 5. 1929 Hamburg,  17. 6. 2009 Köln; 1958 Professor in Hamburg, 1960 in Tübingen, 19661969 und 19841987 in Konstanz; 1969/70 parlamentarischer Staatssekretär im Auswärtigen Amt; 19701974 Mitglied der Kommission der Europäischen Gemeinschaften; 19741984 Direktor der London School of Economics; 19821987 Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung; 19871997 Rektor des St Antonys College in Oxford, 19911997 Prorektor der Oxford University; seit 1993 Mitglied des britischen Oberhauses.
Dahrendorf entwickelte eine Theorie des sozialen Konflikts und des sozialen Wandels und wurde mit seinen Schriften zu einem wichtigen Vertreter des modernen Liberalismus, der sich unter Betonung persönlicher Freiheitsrechte gegen eine autoritäre staatliche Dominanz wendet. Werke u. a.: „Marx in Perspektive“ 1953; „Industrie- und Betriebssoziologie“ 1956;
„Soziale Klassen und Klassenkonflikte“ 1957;
„Homo sociologicus“ 1958; „Die angewandte Aufklärung“ 1963; „Gesellschaft und Demokratie in Deutschland“ 1965; „Pfade aus Utopia“ 1967; „Die neue Freiheit“ 1975; „Reisen nach innen und außen“ 1984; „Der moderne soziale Konflikt“ 1992; „Über Grenzen. Lebenserinnerungen“ 2002; „Versuchungen der Unfreiheit. Die Intellektuellen in Zeiten der Prüfung“ 2006.
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