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LEXIKON

Darmkrebs

bösartige Erkrankung des Dick- und Mastdarms sowie des Darmausgangs (kolorektales Karzinom), nur sehr selten des Dünndarms; Entwicklung über Jahre aus ursprünglich gutartigen Darmpolypen; zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Zu den begünstigenden Faktoren gehören eine ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung, regelmäßiger Alkoholkonsum, wenig Bewegung und Übergewicht. Im Frühstadium kommt es meist nicht zu Beschwerden. Erste Anzeichen sind mit Verstopfung wechselnde Durchfälle, später kommen krampfartige Bauchschmerzen, Blut- und Schleimbeimengungen im Stuhl, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und Blutarmut hinzu. Wichtig ist die Früherkennung. Hierzu dienen die rektale Untersuchung und ein Test auf okkultes (verborgenes) Blut im Stuhl. Ab dem 55. Lebensjahr wird zur Vorsorge eine Darmspiegelung empfohlen, bei familiärer Belastung (ein erkrankter direkter Verwandter) ab dem 45. Lebensjahr, bei erblicher Belastung (mehrere erkrankte direkte Verwandte) bereits ab dem 25. Lebensjahr. Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht auch bei Patienten mit einer langjährigen Colitis ulcerosa. Zur Behandlung wird der erkrankte Darmabschnitt mit den angrenzenden Lymphknoten operativ entfernt, je nach Tumorstadium ergänzt um Chemotherapie und Strahlentherapie. Auch Krebs.
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