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LEXIKON

Die Mörder sind unter uns

  • Deutscher Titel: Die Mörder sind unter uns
  • Original-Titel: DIE MÖRDER SIND UNTER UNS
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1946
  • Regie: Wolfgang Staudte
  • Drehbuch: Wolfgang Staudte
  • Kamera: Friedl Behn-Grund, Eugen Klagemann
  • Schauspieler: Ernst Wilhelm Borchert, Hildegard Knef, Arno Paulsen, Erna Sellmer
Dr. Mertens kehrt nach dem Krieg in seine Heimatstadt Berlin zurück. Vergeblich versucht er, in ein normales Leben zuruckzufinden. Er kann die Bilder von Massenerschießungen in Polen nicht vergessen, deren Zeuge er war. Seine Schuldgefühle schlagen in Agressivität um, als er den damals verantwortlichen Offizier Brückner wiedersieht. Brückner lebt als wohlhabender Fabrikant in der Trümmerstadt. Mertens will den Kriegsgewinnler erschießen, doch seine Freundin, eine ehemalige Insassin eines Konzentrationslagers, hält ihn zurück.
Staudtes pessimistisches Nachkriegsdrama ist der erste nach Kriegsende in Deutschland hergestellte Film. Er entstand auf dem Filmgelände der DEFA und wurde von den sowjetischen Besatzungsorganen zensiert. Ursprünglich sollte Dr. Mertens Brückner tatsächlich umbringen, aber die sowjetischen Zensoren verboten die Propagierung der Selbstjustiz.
Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Produktionen der Nachkriegszeit setzt sich Regisseur Wolfgang Staudte ernsthaft mit der Schuldfrage auseinander.
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