Lexikon
Dịo Cạssius
In Wirklichkeit kam es dahin, dass Caesar [Octavian bzw. Augustus] selbst in allem über alles als Alleinherrscher bestimmte, da er ja auch über die Finanzen gebot ... , und dazu war er Herr über das Heer. Als nun die zehn Jahre [seiner prokonsularischen Herrschaft] zu Ende gingen, beschloss man für ihn weitere fünf Jahre, danach fünf, dann zehn und wieder andere zehn, im ganzen fünfmal; so dass er durch die Aufeinanderfolge der Zehnjahresperioden sein ganzes Leben hindurch Alleinherrscher war ...
Auf diese Weise ging nun die ganze Gewalt von Volk und Senat in die Hände von Augustus über, und mit ihm begann auch eine wirkliche Monarchie ... Denn das wäre die angemessenste Bezeichnung. Freilich verabscheuten die Römer diese Bezeichnung 〉Monarch〈 so sehr, dass sie ihre Herrscher weder als Diktatoren noch als Könige noch mit ähnlichen Titeln bezeichneten. Da jedoch die letzte Entscheidung in der Politik ihnen zukommt, kann man unmöglich abstreiten, dass sie wie Könige herrschen."
... abgesehen von dem Bürgerrecht, das er allen Untertanen des römischen Reiches, angeblich als eine Auszeichnung, tatsächlich aber in der Absicht verlieh, dadurch seine Einkünfte zu vermehren, da nämlich die Nichtbürger die meisten dieser Abgaben nicht zu entrichten brauchten, außer allem dem mussten wir ihm, sooft er von Rom verreiste, mitten auf den Wegstrecken, so kurz sie auch immer sein mochten, Gebäude aller Art und kostspielige Absteigequartiere auf unsere eigenen Kosten errichten lassen, in denen er nicht nur niemals wohnte, sondern von denen er vermutlich nicht ein einziges zu Gesicht bekam."
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