Lexikon
Faktọrenanalyse
Mathematik
ein mathematisch-statistisches Verfahren, das besonders in der Psychologie und den Sozialwissenschaften zur Beschreibung einer großen Datenmenge durch wenige Dimensionen angewandt wird. Aus den Beziehungen (Korrelationen) zwischen mehreren ermittelten Werten (z. B. Testergebnissen) schließt man dabei auf voneinander möglichst unabhängige Grundmerkmale oder -fähigkeiten (Faktoren), mit denen die ursprünglichen Messwerte angenähert dargestellt werden können. Die wenigen Faktoren reichen dann zur Beschreibung der Daten aus und werden als die zugrundeliegenden Dimensionen interpretiert (z. B. als die verschiedenen Dimensionen der Intelligenz). Allerdings gibt es immer mathematisch gleichwertige, aber inhaltlich verschiedene Lösungsmöglichkeiten, so dass die Faktorenanalyse nicht einfach als objektive Methode der Überprüfung von Hypothesen gelten kann: Wenn ihre Anwendung und Interpretation sinnvoll sein soll, ist sie immer mit inhaltlichen Bewertungen verknüpft.
Wissenschaft
Wie das Gehirn sich aufs Zuhören fokussiert
Neurowissenschaftler haben herausgefunden, wie das Gehirn von Ratten die Wahrnehmung von Geräuschen steuert. Demnach verstärkt ihr Gehirn relevante Geräusche, wenn die Tiere beschäftigt sind. Dabei reagiert der auditorische Kortex nicht nur auf Geräusche, sondern passt seine Aktivität auch gezielt an die Anforderungen der Aufgabe...
Wissenschaft
Spurensuche aus der Luft
Luftbildarchäologen halten Ausschau nach verräterischen Merkmalen etwa in Getreidefeldern, um verborgene Baureste aufzuspüren. Dabei profitieren sie von den Effekten des Klimawandels. von ROLF HEßBRÜGGE Wenn Ronald Heynowski auf den Soziussitz der kleinen Ikarus- C42-Propellermaschine klettert, nimmt er neben einer...