Lexikon
Frank, Leonhard: Die Räuberbande
- Erscheinungsjahr: 1914
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die Räuberbande
- Genre: Roman
Leonhard Frank (* 1882, † 1961), sozialistisch-pazifistischer Erzähler mit Neigung zu psychoanalytischer Darstellung, wird bekannt durch seinen ersten Roman, »Die Räuberbande«, der beim Verlag Müller in München erscheint. Zu seinen Themen gehören Schule und Bildung sowie die Ausgliederung des Empfindsamen, des Künstlers aus der bürgerlichen Enge. Eine Bande von Lehrlingen lebt ihre von der Lektüre Karl Mays geprägtem prärie-romantischen Sehnsüchte aus, treibt Späße, ärgert die Bürger, den Lehrer usw. Als die Jungen älter werden, verblasst der Traum vom Wilden Westen, sie passen sich den Verhältnissen an. Demgegenüber steht der empfindsame Michael, der einzige, dem es mit dem Traum vom Wilden Westen tatsächlich ernst war. Er fügt sich nicht kleinbürgerlichen Normen, sondern folgt seinem Künstlertalent. Zum Schluss wird er in den Selbstmord getrieben. – Das erfolgreiche Werk wird 1928 verfilmt und in den Romanen »Das Ochsenfurter Männerquartett« (1927) und »Von drei Millionen Drei« (1932) weitergeführt.
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