Lexikon

Hinterlegung

1. die Hingabe von hinterlegungsfähigen Sachen (Geld, Urkunden, besonders Wertpapiere, Kostbarkeiten) in behördliche Aufbewahrung als Sicherheitsleistung oder als Erfüllung einer (z. B. wegen Gläubigerverzugs oder unverschuldeter Unkenntnis der Person des Gläubigers) nicht durch unmittelbare Leistung an den Gläubiger erfüllbaren Schuld (§§ 372 ff. BGB). Hinterlegungsstelle ist das Amtsgericht. Ähnliche Vorschriften bestehen in Österreich (§§ 1425 ABGB, 373 HGB). Der Hinterlegungsvertrag des schweizerischen Rechts (Art. 472 ff. OR) entspricht dagegen eher dem deutschen Verwahrungsvertrag; doch ist auch in der Schweiz Hinterlegung bei Gläubigerverzug möglich (Art. 92 ff. OR). – 2. Hinterlegung wird vielfach unscharf für Verwahrung gebraucht.
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