Lexikon

irische Musik

Irische Nationalmusik und Moderne

Das Ende des 18. Jahrhunderts erwachende Nationalbewusstsein wurde durch den Act of Union von 1800, der Irland fortan unter britische Herrschaft stellte, im Keim erstickt. Irische Komponisten wirkten danach hauptsächlich in England, so dass sich in erster Linie die Volksmusik ausbreitete. Doch mit John Field und vor allem Charles Villiers Stanfords Orchesterwerke wurde der Boden für eine irische Nationalmusik bereitet. Die zentrale Integrationsfigur dieser Bewegung war Ende des 19. Jahrhunderts der Italiener Michele Esposito (* 1855,  1929), der als Pianist, Komponist und Lehrer wirkte und das bis heute veranstaltete „Feis Ceoil Music Festival“ ins Leben rief. Daneben wurden der gebürtige Londoner Arnold Bax sowie der deutschstämmige Aloys Fleischmann (* 1910,  1992) ebenso zu Vorkämpfern einer modernen irischen Musik wie Brian Boydell (* 1917,  2000) und Archibald James Potter (* 1918,  1980). Seit den 1950er Jahren fand zunehmend auch eine Auseinandersetzung mit der Avantgarde statt, so bei Frank Corcoran (* 1944), dem mit elektronischer Musik experimentierenden Roger Doyle (* 1949) und Gerald Barry (* 1952), der Wert auf die Zurücknahme des subjektiven Ausdrucks legt. Daneben haben auch Komponistinnen wie Elizabeth Maconchy (* 1907,  1994) bedeutende Beiträge zur irischen Musik geleistet.
  1. Einleitung
  2. Von Harfenmusik zum „Messias“
  3. Irische Nationalmusik und Moderne
  4. Volks- und Popmusik
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