Lexikon

kombinatorische Chemie

Zweig der Chemie, der sich mit der Herstellung einer großen Zahl von chemischen Verbindungen nach dem Zufallsprinzip beschäftigt. An einem gekennzeichneten Träger befindet sich ein Ausgangsmolekül, das immerfort mit verschiedenen Reagenzien in Verbindung gebracht wird. Eine große Zahl dieser Träger wird mit einer großen Zahl Reagenzien mit Hilfe von Robotern in Verbindung gebracht, so dass zahlreiche verschiedene Verbindungen entstehen. Die hergestellten Verbindungen werden katalogisiert und anschließend auf ihre biologische Wirksamkeit hin überprüft. Verspricht der Stoff aufgrund seiner Grundstruktur erfolgreich zu werden, kann seine Reaktivität durch leichte zusätzliche Veränderungen am Molekül, meist zunächst am Bildschirm, weiterentwickelt werden. Danach wird der Stoff entsprechend der Computervorlage im Labor (konventionell) synthetisiert.
Das Verfahren geht auf die sog. Split-Synthese von R. B. Merrifield zurück, für die er 1984 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Auf diese Weise wurde zum Beispiel das Virumin entdeckt, ein Stoff, der das Wachstum von HI-Viren hemmt.
Long-Covid
Wissenschaft

Die Schattenpandemie

Millionen Menschen leiden unter den Spätfolgen einer Corona-Erkrankung. Die Forschung zu Long Covid und den Ursachen ist komplex. von MARTIN W. ANGLER Es ist kurz vor Mitternacht, als mich die Ärztin in der Notaufnahme an den Tropf hängt. Bluthochdruckkrise mit Anfang 40. Wie kann das sein? Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol...

Nervenfasern im Tumor
Wissenschaft

Nerven-Blockade gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Tumore der Bauchspeicheldrüse sind stark von Nervenfasern durchzogen. Eine Studie an Mäusen zeigt nun, dass der Krebs die Genaktivität der Nerven zu seinen Gunsten umprogrammiert. Das fördert sein Wachstum und hilft ihm dabei, dem Immunsystem zu entgehen. Zerstörten die Forschenden die Nervenverbindungen zum Tumor, wurde dieser...

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