Lexikon

kombinatorische Chemie

Zweig der Chemie, der sich mit der Herstellung einer großen Zahl von chemischen Verbindungen nach dem Zufallsprinzip beschäftigt. An einem gekennzeichneten Träger befindet sich ein Ausgangsmolekül, das immerfort mit verschiedenen Reagenzien in Verbindung gebracht wird. Eine große Zahl dieser Träger wird mit einer großen Zahl Reagenzien mit Hilfe von Robotern in Verbindung gebracht, so dass zahlreiche verschiedene Verbindungen entstehen. Die hergestellten Verbindungen werden katalogisiert und anschließend auf ihre biologische Wirksamkeit hin überprüft. Verspricht der Stoff aufgrund seiner Grundstruktur erfolgreich zu werden, kann seine Reaktivität durch leichte zusätzliche Veränderungen am Molekül, meist zunächst am Bildschirm, weiterentwickelt werden. Danach wird der Stoff entsprechend der Computervorlage im Labor (konventionell) synthetisiert.
Das Verfahren geht auf die sog. Split-Synthese von R. B. Merrifield zurück, für die er 1984 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Auf diese Weise wurde zum Beispiel das Virumin entdeckt, ein Stoff, der das Wachstum von HI-Viren hemmt.
Tsunami
Wissenschaft

20 Jahre nach dem Tsunami

Wissenschaftler entwickeln Frühwarnsysteme, um weitere Katastrophen zu verhindern. von KLAUS JACOB Die Flutwelle, die vor 20 Jahren im Indischen Ozean wütete, hat die Einstellung der Menschen zum Meer verändert. Damals, ausgerechnet an Weihnachten, starben mehr als 230.000 Menschen, darunter viele Urlauber. Die meisten kannten...

Humanoide Echse in Anzug mit Aktentasche, steht aufrecht, Hintergrund blau, Text:
Wissenschaft

Wege zum Erfolg

Es ist so etwas wie die Gretchenfrage für alle, die professionell mit Wissenschaft zu tun haben: Ob Forscher oder Forschungsförderer, ob Wissenschaftspolitiker oder Uni-Funktionär – sie alle muss aus ihren jeweiligen Blickwinkeln interessieren, welches wohl der Königsweg zu größtmöglicher Erkenntnis ist. Oder, wenn man so will:...

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