Lexikon

Kpelew

[
-jɛf
]
Kopelev
Kopelew, Lew
Lew Kopelew
Lew Sinowjewitsch, russischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, * 9. 4. 1912 Kiew,  18. 6. 1997 Köln; 19451955 in Haft, danach als Publizist und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moskauer Institut für Kunstgeschichte tätig, seit den 1960er Jahren jedoch als Regimekritiker ständigen Verfolgungen ausgesetzt; wurde 1981 aus der UdSSR ausgebürgert und lebte seitdem in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1982 hatte er eine Forschungsprofessur der Gesamthochschule Wuppertal inne. Ebenfalls 1982 gründete er mit H. Böll die Gesellschaft „Orient-Occident“ zur Förderung von Autoren, die im Ostblock diskriminiert wurden. Neben literaturwissenschaftlichen Arbeiten (u. a. Heine- und Brecht-Biografie) verfasste Kopelew autobiografische Schriften (bis 1989 zum Teil gemeinsam mit seiner Frau Raissa Orlowa Kopelew): „Aufbewahren für alle Zeit“ deutsch 1975; „Und schuf mir einen Götzen“ deutsch 1978; „Tröste meine Trauer“ deutsch 1981; „Wir lebten in Moskau“ 1987; „Zeitgenossen, Meister, Freunde“ 1989; „Wir lebten in Köln“ 1996; „Die Stimmen der Kinder von Tschernobyl“ 1996 (zusammen mit Erika Schuchardt); „Ein Dichter kam vom Rhein“ 1997. 1981 erhielt Kopelew den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 1990 wurde die Ausbürgerung aufgehoben.
Psychotherapie, Chatbot, KI
Wissenschaft

In der KI-Sprechstunde

In Großbritannien hilft ein Chatbot dabei, Patienten an Psychotherapeuten zu vermitteln. Was kann Künstliche Intelligenz leisten? Und wo liegen ihre Grenzen? von JAN SCHWENKENBECHER Einen Psychotherapieplatz zu bekommen, ist hierzulande ein schwieriges Unterfangen. Telefoniert man selbst ein paar niedergelassene Psychotherapeuten...

Kinder, Herzfehler
Wissenschaft

Kindern das Leben retten

Durch Möglichkeiten der modernen Medizin überleben inzwischen viele Kinder mit angeborenem Herzfehler. von SUSANNE DONNER Die ersten zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes würden schwer werden, sagten die Ärzte Beate Lehmann (Name geändert) während ihrer Schwangerschaft. Sie hatten zwischen der 19. und 21. Schwangerschaftswoche...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon