Lexikon
Lettland
Mittelalter und russische Herrschaft
Im Gebiet des heutigen Staates siedelten seit dem 9. Jahrhundert ostbaltische Stämme. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Region dem Staat des Deutschen Ordens eingegliedert und christianisiert. Nach dem Untergang des Ordens im 16. Jahrhundert kam das Gebiet teils unter polnische, teils unter schwedische Herrschaft. 1721 fiel der nördliche, 1795 der südliche Teil an Russland. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich eine lettische Nationalbewegung. Die deutsch-baltische Oberschicht behielt bis ins 20. Jahrhundert eine starke Stellung. Die Unabhängigkeit Lettlands wurde 1918 proklamiert und 1920 von Sowjetrussland anerkannt. Als Resultat des Hitler-Stalin-Paktes wurde Lettland 1940 nach dem Einmarsch der Roten Armee als Sowjetrepublik der UdSSR angegliedert. Nach dem Ende der deutschen Besetzung (1941–1944) wurde der Agrarsektor kollektiviert und das Land zur Industrieregion gemacht – begleitet von Deportationen und Russifizierung.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Mittelalter und russische Herrschaft
- Westorientierung
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