Lexikon

Lettland

Westorientierung

Die sowjetische Reformpolitik unter Michael Gorbatschow förderte Ende der 1980er Jahre die Selbständigkeitsbestrebungen. 1991 erkannte die Sowjetunion die Souveränität Lettlands an. 1994 zogen die letzten russischen Truppen ab. Trotz häufiger Regierungswechsel verfolgte Lettland zielstrebig den Weg der Westintegration und trat 2004 der NATO und der EU bei.
Staatsoberhaupt wurde 2007 der parteilose Politiker Valdis Zatlers, Ministerpräsident im selben Jahr Ivars Godmanis (LPP/LC). Im Zuge der weltweiten Finanzkrise geriet Lettland 2008/09 in große wirtschaftliche Schwierigkeiten. Nach Massenprotesten gegen die Regierung erklärte Ministerpräsident Godmanis im Februar 2009 seinen Rücktritt. Valdis Dombrovskis (JL) bildete daraufhin eine Koalitionsregierung der rechten Mitte. IWF und EU gewährten dem Land einen Notkredit von 7,5 Milliarden Euro zur Überwindung der Wirtschaftskrise. Im Gegenzug führte die Regierung umfangreiche Sparmaßnahmen durch und erhöhte die Steuern. Das von Dombrovskis geführte Parteienbündnis „Einigkeit“ wurde bei den Wahlen im Oktober 2010 zur stärksten parlamentarischen Kraft. Am 30. 5. 2011 leitete Präsident Zatlers nach Auseinandersetzungen mit dem Parlament über Maßnahmen gegen Abgeordnetenkorruption die Auflösung der Volksvertretung ein. Diese wählte am 2. 6. 2011 den früheren Bankier Andris Bērzinš zum neuen Staatsoberhaupt.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Staat und Politik
  5. Wirtschaft und Verkehr
  6. Geschichte
    1. Mittelalter und russische Herrschaft
    2. Westorientierung
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