Lexikon
Malaysia
Bevölkerung
Malaysia ist ein Vielvölkerstaat. 65% der Bevölkerung sind Malaien, die besonders in Westmalaysia leben, 26% Chinesen sowie 8% Inder und Pakistani. Dazu kommen noch zahlreiche indigene (ursprünglich ansässige) Völker, die vor allem im Landesinneren und im dünn besiedelten östlichen Landesteil leben. Die Malaien werden als Bumiputera („Söhne der Erde“) bezeichnet und genießen seit der Unabhängigkeit eine besondere Bevorzugung seitens der Regierung, in erster Linie, um die frühere Vormachtstellung der traditionell als Händler in den Städten lebenden Chinesen zu brechen. Rund 68% der Gesamtbevölkerung wohnen in Städten, besonders im dicht besiedelten Westen der Malaiischen Halbinsel und auf der Insel Penang. 1999 zog die Regierung von Kuala Lumpur in die planmäßig angelegte Stadt Putrajaya.
Der Islam ist Staatsreligion. Die sunnitischen Muslime (Malaien, Pakistani) machen über 60% der Gesamtbevölkerung aus, 22% sind Buddhisten, Konfuzianer und Daoisten (Chinesen), 9% sind Christen und 6% Hindus (Inder); daneben gibt es Anhänger von traditionellen Religionen (besonders in Ostmalaysia).
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