Lexikon

Melancholie

[
die; griechisch, „schwarze Galle“
]
nach antiker Auffassung eine Gemütsverfassung, geprägt von Traurigkeit, Schmerz oder Nachdenklichkeit, die sowohl als charakteristisch für Genialität als auch bisweilen für Krankheit im Sinne von Depression und Manie bestimmt wurde.
In der Charakterologie zählt die Melancholie zu den vier Temperamenten, mit den Merkmalen schwacher Spontaneität und tiefer Impressionalität.
In der Medizin wird Melancholie heute im Unterschied zur Depression, die alle Grade des Verstimmtseins umfassen kann, als endogene Psychose verstanden und von dem philosophischen und dichterisch-künstlerischen Begriff der Schwermut scharf abgegrenzt.
Schmerzen, Gendermedizin
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