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Mẹrowinger

fränkisches Königsgeschlecht, vermutlich nach einem Mero (zeitlich noch vor Merowech) benannt. Die Merowinger gründeten das Frankenreich. Durch ständige Familienkämpfe und Teilungen verfiel die Dynastie im 7. Jahrhundert und wurde schließlich durch das fränkische Hausmeiergeschlecht der Karolinger 751 ausgeschaltet. Der bedeutendste Herrscher war Chlodwig I.
Merowinger Schattenkönige
Merowinger Schattenkönige
Der fränkische Geschichtsschreiber Einhard (um 770-840) in seiner Biografie Karls des Großen ("Vita Karoli Magni", um 830) über den endgültigen Zerfall der Merowingerherrschaft Mitte des 8. Jahrhunderts:

Das Geschlecht der Merowinger, aus dem die Franken ihre Könige zu wählen pflegten, endete nach der gewöhnlichen Annahme mit König Childerich, der auf Befehl des römischen Papstes ... [751] abgesetzt, geschoren und ins Kloster geschickt wurde. Aber obwohl es erst mit ihm ausgestorben zu sein scheinen könnte, war es doch schon längst ohne alle Lebenskraft und hatte außer dem eitlen Königstitel nichts Ruhmvolles an sich; denn die Macht und die Gewalt der Regierung waren in den Händen der Pfalzvorsteher, die Hausmeier hießen und denen die ganze Regierung oblag. Dem König blieb nichts übrig, als, zufrieden mit dem bloßen Königsnamen, mit langem Haupthaar und ungeschorenem Bart auf dem Throne zu sitzen und den Herrscher zu spielen ...

So fuhr er nach dem Palast, so zu der öffentlichen Volksgemeinde, die jährlich zum Nutzen des Volkes tagte, und so kehrte er dann wieder nach Hause zurück. Die Staatsverwaltung aber und alles, was im Innern oder nach außen zu tun oder zu ordnen war, besorgte der Hausmeier."
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