Lexikon

Muttermilch

Frauenmilch
die Abscheidung der weiblichen Milchdrüsen in der Stillzeit (Laktationsperiode). Die Hormone des Mutterkuchens bewirken zunächst das Wachstum der Milchdrüsen. Nach Ausstoßung der Nachgeburt löst das Prolactin der Hirnanhangdrüse – das luteotrope Hormon LTH – die Muttermilchbildung aus. Die Muttermilch schießt am 3./4. Wochenbetttag ein. Danach spielen Hormone keine Rolle mehr; die Weiterbildung der Muttermilch wird lediglich durch den Saugreiz in Gang gehalten. – Die Muttermilch ist die natürliche Nahrung für den heranwachsenden Säugling, die nicht nur Nährstoffe in optimaler Form und Menge, sondern auch Wirk- und Abwehrstoffe enthält, die für das Gedeihen des Säuglings wertvoll sind. So hemmt Muttermilch das Wachstum krankheitserregender Keime im Darm und schützt vor Durchfallerkrankungen. Die Abwehrstoffe aus der Muttermilch bieten einen guten Schutz vor Infektionen. Außerdem treten bei Kindern, die gestillt wurden, seltener Allergien auf. Deshalb wird empfohlen, vier bis sechs Monate voll zu stillen und dann nach und nach geeignete Beikost zuzufüttern.
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