Lexikon

Nbelungenlied

um 1200 entstandenes mittelhochdeutsches strophisches Heldenepos eines österreichischen Dichters aus dem Donauraum. Es verknüpft durch die herausgehobene Gestalt der liebenden und rächenden Kriemhild die mythischen Sagen um Brunhilde und Siegfried mit der historischen Sage vom Untergang der Burgunder durch die Hunnen, und es verschmilzt das tragisch gesinnte germanische Heldenethos mit dem höfischen Geist des christlich geprägten staufischen Rittertums. Dem Werk ging vermutlich eine (verloren gegangene) „Ältere Not“ voraus.
Die über 30 teilweise bruchstückhaften Handschriften der Dichtung liegen in drei Hauptfassungen vor: A) Hohenems-Münchener, die kürzeste; B) Hohenems-St. Galler, wohl die älteste; C) Donaueschinger, die längste, am stärksten überarbeitete Ausgabe. Nach der letzten Zeile fasst man die Handschriften A und B unter dem Titel „Der Nibelunge Not“ zusammen, gegenüber „Der Nibelunge Lied“ der Fassung C. Eine allen Fassungen gemeinsame Fortsetzung ist die „Klage“.
Der Ring des Nibelungen: Siegfried
Der Ring des Nibelungen: Siegfried
Paul Richter 1924 als Siegfried in einer Szene aus der Oper „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner.
Spätere Bearbeitungen des Nibelungenstoffs stammen u. a. von H. Sachs, F. de la Motte Fouqué, E. Raupach, E. Geibel, F. Hebbel, R. Wagner.
Foto von vier lachenden Frauen auf einem Golfplatz
Wissenschaft

Verspielte Menschen litten weniger unter Pandemiestress

Was bestimmt, wie gut wir Stress und Krisen im Leben verkraften? Beobachtungen aus der Zeit der Corona-Pandemie legen nun nahe, dass Menschen mit einer spielerischen Einstellung zum Leben resilienter sein könnten. Erwachsene mit dieser Haltung litten weniger unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie als weniger verspielte...

Stempel mit umgedrehtem Text und blauer Markierung, daneben ein Holzstempel mit schwarzem Gummi.
Wissenschaft

Cum hoc ergo propter hoc

Warum wir manchmal auch dort Zusammenhänge sehen, wo gar keine sind, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Der kompliziert klingende lateinische Merksatz „Cum hoc ergo propter hoc“ – wörtlich übersetzt: „Mit diesem, folglich deswegen“ – bezeichnet ein weit verbreitetes Phänomen, das in allen möglichen Bereichen des täglichen Lebens,...

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