Lexikon
Nordkorea
Jüngste Entwicklungen
1994 starb Kim Il Sung. Die allgemein erwartete Machtübernahme (Ernennung zum Generalsekretär) durch Kim Jong Il vollzog das Regime offiziell erst 1997. Die systematische wirtschaftliche Abschottung des Landes von der Außenwelt führte Ende der 1990er Jahre zu einer Hungerkatastrophe. Multilaterale Bemühungen (USA, China, Japan, Russland und Südkorea) zur Beilegung der seit 1993 andauernden Auseinandersetzungen über die nordkoreanische Nuklearpolitik blieben bis 2006 ohne durchschlagenden Erfolg. Erst 2007 konnten erste Fortschritte in der Denuklearisierung Nordkoreas erzielt werden, das im Gegenzug wirtschaftliche Hilfen erhielt. In der Folgezeit gab es jedoch wieder politische Rückschläge. So kam es 2009 erneut zu einer Eskalation, als das Land die internationale Staatengemeinschaft mit einem weiteren Atomwaffentest sowie Raketentests herausforderte. Auf einem Parteitag der PdKA 2010 wurde Kim Jong Un, ein Sohn von Kim Jong Il, zum General und zum stellvertretenden Vorsitzenden der Militärkommission ernannt sowie in das Zentralkomitee der Partei berufen. Nach dem Tod Kim Jong Ils am 17. 12. 2011 wurde die nordkoreanische Bevölkerung von den staatlichen Medien zur Unterstützung Kim Jong Uns aufgerufen.
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