Lexikon
Nordkorea
Wirtschaft und Verkehr
Die staatliche Planwirtschaft Nordkoreas stagniert seit fast vier Jahrzehnten. Wegen der hohen Auslandsverschuldung und mangelnder Kreditwürdigkeit muss Nordkorea Auslandsgeschäfte bar abwickeln.
Die Landwirtschaft wird fast ausschließlich in Kollektiv- oder Staatsbetrieben betrieben. In den Ebenen wird vor allem Reis angebaut, in den trockeneren Hügelländern auch Sojabohnen, Sesam, Tabak und Ginseng. Dürren und Misswirtschaft haben seit den 1990er Jahren immer wieder zu Hungersnöten geführt.
Die reichen Bodenschätze (Kohle, Eisen, Gold, Kupfer, Blei u. a.) und die vorhandene Wasserkraft machten den Aufbau einer Schwerindustrie möglich. In einigen Sonderwirtschaftszonen nahe der chinesischen und südkoreanischen Grenze werden seit kurzem auch Konsumartikel hergestellt.
Das Verkehrsnetz ist relativ dicht, aber veraltet. Die Eisenbahn übernimmt beim Güter- und Personentransport die dominierende Rolle. Die Eisenbahn- und Straßenverbindung zwischen Nord- und Südkorea wurde wieder aufgebaut, ist aber nicht in Betrieb.
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