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LEXIKON

Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten

Supreme Court of the United States
Oberstes Gericht der USA, begründet durch den dritten Artikel der US-amerikanischen Verfassung. Es fungiert als dritte Gewalt (Judikative) neben dem Präsidenten (Exekutive) und dem Kongress (Legislative). Zu den wichtigsten Aufgaben gehört die Verfassungsauslegung und die Prüfung der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen und Amtshandlungen des Präsidenten. Es behandelt außerdem Revisionsverfahren und Fälle, in denen die Vertretung eines einzelnen US-Bundesstaates oder eines fremden Staates zu den Streitparteien gehört.
Die Zahl der Richter wird vom Kongress bestimmt und ist im Laufe der Jahre unterschiedlich festgelegt worden. Seit 1869 gibt es neben dem Vorsitzenden Richter (Chief Justice of the United States) acht weitere Richter (Associate Justice). Sie werden auf Lebenszeit vom Präsidenten mit Zustimmung des Senats ernannt. 93 Distriktgerichte sind dem Obersten Gerichtshof untergeordnet. Der Einfluss des Gerichts auf die US-amerikanische Politik war entscheidend (u. a. New Deal, Bürgerrechtsbewegung), vor allem unter der Führung bedeutender Vorsitzender wie John Marshall (18011835) oder Earl Warren (19531969). Seinen Sitz hat der Oberste Gerichtshof in Washington (D.C.). Seit 2005 ist der Vorsitzende John G. Roberts.
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