Lexikon
Bürgerrechtsbewegung
politische Gruppen in den USA, die für volle Gleichberechtigung der Schwarzen eintreten. Die 1910 gegründete National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) suchte dieses Ziel vor allem durch Propaganda und Musterprozesse zu erreichen. In den 1960er Jahren erreichte die Bürgerrechtsbewegung einen Höhepunkt mit gewaltlosen Massendemonstrationen (Marsch auf Washington 1963). Ein führender Vorkämpfer der Bürgerrechtsbewegung war Pfarrer M. L. King. Seit Mitte der 1960er Jahre radikalisierten sich die Forderungen zunehmend (Black Power), und es kam zu bürgerkriegsartigen Rassenkrawallen. In der Folgezeit verlor die Bürgerrechtsbewegung an Einheitlichkeit. Die Benachteiligung der Schwarzen blieb jedoch innenpolitisch brisant und führte in den 1990er Jahren vermehrt zu Diskussionen über die Abgrenzung einer afroamerikanischen von der angloamerikanischen Kultur.
Black Power: Demonstration
Black Power: Demonstration
Schwarze Bürgerrechtler demonstrieren 1968 in Washington für Sozialhilferechte.
© Corbis/Bettmann
Wissenschaft
Neue Technik liefert außergewöhnliche Einblicke in unser Gehirn
Unser Gehirn ist hochkomplex und lässt sich bisher nur mit großem Aufwand bis ins kleinste Detail abbilden. Jetzt haben Wissenschaftler ein neues Verfahren entwickelt, mit dem das menschliche Gehirn mit bislang beispielloser Auflösung und Geschwindigkeit untersucht werden kann. Die Gewebeproben werden dabei nicht beschädigt und...
Wissenschaft
Immunzellen „Zusatz-Batterien“ verschafft
Der Kampf gegen Krebs kann sie schnell erschöpfen. Doch nun haben Forschende eine Möglichkeit entdeckt, T-Zellen entscheidend zu stärken, die bei Immuntherapien eingesetzt werden: Die Abwehrzellen können durch einen natürlichen Mechanismus mit mehr energieerzeugenden Mitochondrien ausgerüstet werden. Dabei übertragen...